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Faraja Health Care: Selbstfinanzierung
Für Faraja Health Care besteht nicht die Möglichkeit sich aus eigenen finanziellen Mitteln  zu entwickeln. Dies ist u.a. auf die Armut der Bevölkerung zurückzuführen.  Kleine, autonome Krankenhäuser erhalten grundsätzlich keine staatliche Subventionen  und müssen sich anhand der Einnahmen durch ihre Leistungen gänzlich eigenfinanzieren.  Somit ist Faraja Health Care einzig und allein von den Barzahlungen seiner Patienten  abhängig. Täglich werden jedoch Patienten behandelt, die im Nachhinein nicht in der Lage sind, den  vollen Preis für ihre Behandlung und erhaltene Medikation zu zahlen. Dann hat Dr. Minja  keine andere Wahl als die Preise an die jeweilige Zahlungsfähigkeit des Patienten  anzupassen und entsprechend zu reduzieren. Bei stationären Patienten passiert es häufig,  dass sie nach einer tage- und wochenlangen Behandlung akut die Flucht antreten, um  einer Bezahlung auszuweichen. In solchen Fällen bleiben die Kosten vollständig  ungedeckt.  Um die ohnehin schon niedrigen Behandlungspreise für seine Patienten weiter zu  reduzieren, versucht das Team die Ausgaben für alltägliches Verbrauchsmaterial auf ein  Minimum zu reduzieren. So werden beispielsweise Wattetupfer, Kompressen und  Medikamententüten mit Papier und Schere selbst hergestellt und für Stuhl- und  Urinproben werden leere Medikamentendosen verwendet. Handschuhe,  Desinfektionsmittel und Spritzen sind Gegenstände von unschätzbarem Wert und werden  mehrfach verwendet. 
Ein Großteil der Krankenhauseinrichtung wie bspw. Behandlungsstühle /-tische,  Infusionsständer, Rollstühle und Betten sind selbstgezimmert. Auf diese Weise können  Kosten eingespart werden und die Behandlungspreise um das Dreifache geringer  gehalten werden als es in den staatlichen Krankenhäusern der Fall ist.  
Aufgrund der finanziell erschwinglichen Behandlungspreise kommen die Patienten selbst  aus Kenia angereist; eine medizinische Behandlung in den staatlichen Kliniken können  sich viele nämlich nicht leisten.