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Faraja Health Care: Ausgangssituation
Faraja Health Care ist die einzige Gesundheitseinrichtung im Umkreis von Himo.   Die meisten Behandlungen werden in Faraja Health Care ambulant durchgeführt. Eine  stationäre Aufnahme von 22 Personen ist möglich. Diese werden in sieben  Patientenzimmern a drei Betten untergebracht. Weiterhin existiert ein separater Raum für  Säuglinge und deren Mütter, an welchen ein Entbindungsraum angeschlossen ist.  Es gibt kein fließendes Wasser in den Räumen. Ein Wassertank steht vor dem Gebäude.  Der vordere Teil des Gebäudes ist in eine kleine Apotheke, ein Labor, drei  Behandlungszimmer, ein Schwesternzimmer, ein Röntgen und einen Wartesaal unterteilt.  In einem separaten Zimmer werden Beratungsgespräche, Schwangerschaftsvor- und  nachsorgen sowie HIV-Tests durchgeführt. Die Ausstattung dieser Räume liegt weit unter  jedwedem europäischen Mindeststandard. (siehe Bilder) 
Die Möglichkeit, Operationen unter Vollnarkose durchzuführen, besteht in Faraja Health  Care zur Zeit jedoch noch nicht. Patienten, welche auf eine solche Behandlung  angewiesen sind, müssen zu den größeren städtischen Krankenhäusern überwiesen  werden. Diese liegen jedoch weit entfernt und das Straßenverkehrsnetz befindet sich in  einem sehr schlechten Zustand. Auf der Ladefläche eines Kleintransporters sterben viele  Patienten auf dem Weg dorthin.  Der Kern des Teams besteht aus Dr. Minja, seiner Ehefrau, einem weiteren Arzt, einem  Krankenpfleger, fünf Krankenschwestern, einer Rezeptionistin, zwei Laboranten, und  einem Buchhalter. Außerdem werden zwanzig weitere Personen von Dr. Minja beschäftigt. Aufgrund der  harten Lebensumstände in Himo ist diese hohe Anzahl an Personal notwendig, denn  alltägliche Arbeitsschritte wie zum Beispiel die Beschaffung von sauberem Wasser sind  sehr arbeitsaufwändig und zeitintensiv! 
Gynäkologische Behandlungen unter Halbnarkose führt Dr. Minja täglich durch. Es  kommen viele Frauen nach Faraja, welche versucht haben eine Abtreibung im Privaten  und auf sehr brutale Art und Weise durchzuführen. Hierbei kommt es vielfach zu  Infektionen und Verletzungen des Bauchraumes, sodass die Frauen akute Hilfe  benötigen.  Aufgrund einer unzureichenden Schonung der Frauen während der Schwangerschaft und  der vielen schwangeren Minderjährigen, kommt es häufig zu Komplikationen während der  Geburten. In solchen Fällen wäre ein operativer Eingriff nötig um das Leben von Mutter  und Kind zu retten. 
Trotz der sehr eingeschränkten medizinisch-technischen Ausrüstung können viele  Patienten erfolgreich behandelt werden.   Es werden Infektionskrankheiten wie z.B. Malaria, Hepatitis, HIV, Tuberkulose, Magen-  Darm-Infektionen und grippale Infekte behandelt. Außerdem werden Verbrennungen,  Schnittwunden und Knochenbrüche chirurgisch versorgt. Zudem finden Geburten statt.